Mittwoch, 18.02. 2009
- Tagestrip nach England - Hannover - Bremen - London Stansted -
Harlow, Essex, Greater London Area
Der Tagestrip im Oktober war ein voller Erfolg. Damals war Cambridge, eine touristisch interessante Universitätsstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und altehrwürdigen Gemäuern das Ausflugsziel. Heute will ich mir ein anderes Gesicht von England reinziehen und entscheide mich für das totale Gegenteil. Für Harlow (w). Schmucklos, seelenlos, geschichtslos und zugegeben: unansehnlich bis bronxig. Wobei: bronxig gefällt mir wiederrum ganz gut. Und einen Sportsdirect fürn Shoppingrausch gibt es da auch. Also, hin da. Ach ja, Victoria Beckham kommt aus Harlow, vielleicht ist ihr eigenartiger Habitus dadurch bedingt.
Zunächst mit dem Regionalexpress von Hannover nach Bremen. Hinter mir sitzen zwei treudoofe, weibliche Birnen mittleren Alters, die mich an ihrer Unterhaltung zwangsläufig teilhaben lassen. Zum einen schnattern die beiden dusseligen Kühe ziemlich laut, zum anderen kommt nur gequirlte Shice aus den Mäulern. Die eine erzählt stolz, dass sie auch mit Grippe zur Arbeit gegangen ist und die andere klopft ihr dafür auf die Schulter. Verbal. Die ansteckende Mutti ist außerdem der Meinung, dass man Leuten, die krank werden bzw. sich krankschreiben lassen, kein Gehalt zahlen sollte. Nur Krankenhausaufenthalte sollten akzeptiert werden. Und krankheitsbedingte Fehltage müssten doch eigentlich mit dem Jahresurlaub verrechnet werden. Schließlich liegen die angeblich kranken Taugenichtse ohnehin auf der faulen Haut, erholen sich also schon. Urlaub ist dann demnach nicht mehr nötig. Wovon denn auch. Und damals, in der DDR, wurde das auch so ähnlich gehandhabt. Wie genau, das weiß die dämliche Alte nicht, aber sie ist sich sicher, dass es irgendwie so war. Und die zweite im Bunde stellt unterdessen den Weltrekord in dauerhaftem "ja stimmt" sagen auf. Da ich die beiden Hohlbratzen nicht ernstnehmen kann, rege ich mich nicht auf, steige nicht in die Diskussion ein sondern lasse sie von Hannover bis Neustadt am Rübenberge ihre Gülle verzapfen. In dem Moment, in dem die Kühe aussteigen, mache ich dennoch drei Kreuze. Lange wäre es nicht mehr gutgegangen.
Bin viel zu früh in der Hansestadt, also latsche ich zunächst zum Roland, dann durch die Böttchergasse an die Schlachte und schließlich bis zum Flughafen. So ein Spaziergang ist um einiges befriedigender, als fast zwei Stunden sinnlos am Airport, schlimmstenfalls eingepfercht hinterm Gate, zu verschimmeln und andere Leute beim Popelfressen zu beobachten. Alles schon vorgekommen. Obwohl, der Popelfresser war wenigstens unterhaltsam. Und nicht so nervenaufreibend wie die dummen Gänse im RE.
Bremen, Weserpartie an der Schlachte
An der Weser, Blick auf die Wilhelm-Kaysen-Brücke.
| Einer unserer Lieblingsvorglühplätze im samstagabendlichen Bremen. Meine Fresse, was haben wir schon für Spaß gehabt in Bremen. Unvergessen die Nächte im Modernes,im Schüttinger, im Stubu und ja, ich gebe es zu: im Donnerschlag. |
Bremen, Weser
Aber hey, ich muss mich nicht einreihen. Denn ich nenne einen der Reisepässe neuester Generation mein Eigentum und darf zu einem Automaten. Komme sofort ran, schiebe das Foto mit meiner dämlich-emotionslosen Zombie-Visage, die so ausschaut als hätte ich mir gerade Stickstoff in die Fresse geballert, auf den Scanner und glotze in eine Linse. Ein paar mal rattert es, ein paar mal macht es klick. Übereinstimmung der Visagen auf dem Foto und in der Realität: gegeben. Stimmt mich nachdenklich. Die Barriere öffnet sich und ich gehe zur Stansted Airport Railway Station.
London Stansted Airport
Am Fahrkartenschalter der gleiche freundliche Gentleman wie letztes Mal, im Oktober 2008. Mehrfach fragt er mich nach meinem Reiseziel. Da muss doch ein Irrtum meinerseits vorliegen. Ich Esel scheine nicht zu raffen, dass Harlow nicht London ist sondern in etwa so attraktiv wie Hoyerswerda (w), Eisenhüttenstadt (w) oder tetí (w). Nein, ich habe mich nicht vertan und ja, ich will wirklich nach Harlow. Für 7,50 GBP schiebt er mir das Retourticket sichtlich verwundert herüber. Harlow ist definitv keine Touri-Destination, scheint mir.
Stansted Airport Railway Station - Stansted Express
Knapp zwanzig Minuten dauert die Fahrt mit dem Stansted Express. Ich bin der einzige, der in Harlow aussteigt. Und der einzige, der nach Abfahrt des Zuges am Gleis steht. Erstmal akklimatisieren, durchatmen. Schön warm ist es, verglichen mit Deutschland. Gut 9°C plus. Kein Regen. Grauer, dicht bedeckter Himmel, aber trocken. Und fast windstill. Freut mich. Nun nehme ich das Pflichtprogramm in Angriff: Großeinkauf bei SD. Viel Zeit habe ich nicht. In nur fünf Stunden muss ich schon wieder im Zug zurück nach Stansted sitzen.
Harlow begrüßt mich mit einem Hinweis darauf, dass ich irre sein muss, hier meinen Aufenthalt zu verbringen. Ist in etwa so, als wenn ein Engländer nach HH-Fuhlsbüttel fliegen und sich dann anstatt der Alster, St. Pauli, Blankenese und dem Hafen Pinneberg reinziehen würde. So schnell werde ich den Ausspruch der netten Dame des Harlow City Councils nicht vergessen. Ich fragte sie nach den "Sights in Harlow" und bekam eine extrem lässige antwort: "Well, Sir, we don´t have any!". Spätestens nach dem kurzen Gespräch wusste ich, dass Harlow genau da ist, was ich suche.
Im Sommer 2009 (vierter Tagestrip nach England) war ich erneut auf Beutezug im SD von Harlow. Diesmal dokumentierte ich meine Ankunft am Bahnhof Harlow Town...
Harlow statt London!
London war dann aber später doch noch fällig und Ziel des fünften England-Tagestrips, im Sommer 2009.
Ankunft: London Liverpool
Street
Tower of London
Themse von der Tower Bridge aus fotografiert
Tower Bridge
Tower of London
Big Ben
Trafalgar Square
Big Ben, Houses of Parliament
London Eye
Harlow, Bahnhof
Harlow, Bahnhof
Harlow, Bahnhofsgegend - in dem Gebäude links ist übrigens die Harlow Travelodge
Es ist gar nicht so einfach, das Bahnhofs- bzw. Parkplatzgelände drumherum per Pedes zu verlassen. Schon nach wenigen Schritten stelle ich fest, dass Harlow wahrlich nicht auf Besucher eingestellt zu sein scheint. Ich habe zwar einen zuhause ausgedruckten Stadtplan dabei, orientiere mich dann aber doch wie gewohnt frei Schnauze und intuitiv. Der Bahnhof liegt außeralb, am Stadtrand und so muss ich eine Weile latschen, ehe es interessant wird. Durch eine stylishe Unterführung erreiche ich almählich stadtähnliche Bebauung und entdecke den Sainsburys Superstore Harlow . Da werde ich nachher Proviant kaufen.
Stylishe Unterführung in Harlow, Essex
Erste Anzeichen einer Bronx
Sainsburys Superstore Harlow
Wenig später erreiche
ich die Innenstadt. Angeblich erwartet mich Englands älteste Fußgängerzone
mit zahlreichen Geschäften, in denen man alles findet, was man brauchen
könnte. Wir werden sehen.
Als erstes sehe ich eine Busstation,
später einen verkommenen Zeitungs- Zigarettenkiosk und dann eine ziemlich
anziehende Disse, das Liquid.
Wer weiß, vielleicht entern Buzz und ich die bald. Nichts ist unmöglich
und man sollte niemals nie sagen.
Das Zentrum von Harlow
hat eigenartigen Charme. Alles ist ziemlich rott und verkommen. Erinnert an
typische Vorstadteinkaufszentren wie z.B. in Kiel-Mettenhof
(w) oder
Norderstedt.
Wirkt aber trotzdem sehr britisch.
Die ideale Kulisse, um einen
englischen Sozialfilm zu drehen. Die Komparsen sind schon da.
Überall lungern Leute herum, die nicht zum großen Shoppen da sind
und sich wohl kaum in der Mittagspause befinden, um sich von der harten Arbeit
zu erholen. Die Arbeitslosenquote in Harlow ist um 10% höher als im landesweiten
Durschnitt und gut 30% der Bürger leben in Sozialwohnungen. Ausserdem
gibt es in Harlow angeblich besonders viele "Chavs" (w).
Na, auf die bin ich ja mal gespannt.
Harlow, City Centre
Es ist übrigens kein Gerücht, dass Engländer sportive Kleidung lieben. Zwei Drittel aller bummelnden und abasselnden Einheimischen tragen zumindest Sportschuhe und/ oder Jogginghosen. Die Asselnden kann man als Außenstehender nur anhand der mangelnden Plastiktüten und dem eingeschränkten Aktionsradius erkennen.
Außerdem scheinen die meisten Locals Frostschutzmittel getrunken zu haben und laufen bzw. asseln in T-Shirt, maximal mit Sweatshirt bekleidet, herum. Habe sogar einige Shorts und kurze Röcke gesehen. Ich dagegen schwitze vor mich hin, zerfliesse beinahe in meinem Fleece, als ich im SD auf Schnäppchenjagd gehe.
Harlow, Zentrum
Bei SD fühle ich mich, abgesehen von den saunaähnlichen klimatischen Bedingungen, wie Mecki (w) im Schlaraffenland (Foto). Der miese Fliegenpeter ist auch am Start und steht hinter dem Verkaufstresen im ersten Obergeschoss. Er traut sich nicht, meine Hüpferlitasche für die Dauer meines Einkaufs aufzubewahren, der unmündige Esel. Nach einem kurzen Gespräch mit der Fillialleiterin ist es dann aber selbstverständlich kein Problem und so stromer ich schwitzend, aber beweglich durch den Laden. Eine Stunde lang. Zurück an der Kasse werfe ich meinen in allen Winkeln beider Etagen akribisch zusammengesuchten Haufen Klamotten auf die Theke und gerate an einen sehr sympathischen Repräsentanten des Hauses, ungefähr gleichaltrig und freundlich (nicht bloß höflich).
Komme mit ihm ins Gespräch und werde mit den Worten: "Thanks a lot, mate! Take care and say hi to Germany when you´re back, mate! Bye!" verabschiedet. Also an dieser Stelle die Erfüllung meiner Pflicht: "Hallo Deutschland!".
Die, glaube ich jedenfalls gelesen zu haben, älteste Fußgängerzone in England = das Pendant zur Kieler Holstenstraße (w) (?)
Harlow, Zentrum
Harlow, Zentrum
Ein Blick auf die Handyuhr jagt mir einen eisigen Schauer über den Rücken. Inzwischen ist es kurz nach halb drei. Die Zeit rast heute wieder unbarmherzig rasant davon. Sich aufzuregen hilft nicht, also schlendere ich durch die Einkaufspassage Richtung Sainsburys. Unterwegs fallen mir die vielen Schul"kinder" auf. Haben wohl Schulschluss. Ich mag die englischen Schuluniformen. Ist eine gute Sache, denn dadurch werden dem Wettstreit um Markenklamotten und den damit verbundenen Hänseleien auf Kosten der Pennäler aus finanziell schlechter gestellten Haushalten die Grundlagen entzogen. Ein Schulflur darf kein Catwalk sein, meine Meinung.
Kurz vor dem Sainsburys
muss ich wieder mal eine Unterführung nutzen. Tue ich aber nicht, ich drehe
um.
Das sind sie, die angekündigten Chavs.
Keinen Bock auf die asselnden Jugendlichen, die einer Frau mit Kinderwagen erst
eine Kippe abluchsen und diese anschließend wüst beschimpfen. Die
Frau, nicht die Kippe. Vier Teens, die dem Klischee assiger englischer Heranwachsenden
vollends entsprechen. Drei von denen tragen Jogginghosen und alle vier weiße
Sportschuhe. Sie haben alle Kippen in den Flossen, zwei von denen gar eine Dose
Bier. Blasse Segelohrfressen mit Sommersprossen und rotblondem Haarschopf. Sie
sind gleich im Viererpack am Start, sichtlich aggro drauf und alles andere als
vertrauenserweckend. Mich, meine SD-Tüten und die Digi-Cam haben sie sicherlich
auch schon instinktiv erspäht, jedenfalls gaffen sie mich schon aus der
Ferne äusserst interessiert an und feixen sich einen. Okay, die Vernunft
siegt über den Stolz und ich mache auf den Hacken kehrt. An der Horde Straßenhyänen
werde ich nicht vorbeilatschen und das Opfer abgeben. Ich wollte echtes England,
Tales From The Hard Side erleben, bitte schön, da habe ich es. Ist es das,
was ich wollte? Eines ist klar: es muss ein anderer Weg zum Supermarkt her.
Bei Sainsburys gibt
es entgegen meiner Erwartung keinen Locker, in dem dem ich meinen Sack SD-Klamotten
und die weiß-gelbe Hüpferlitasche bunkern kann. Also frage ich die
freundliche Lady am Infopult, die mein Hab und Gut verwahrt.
Beim Streifzug durch den großen Laden erlebe ich eine Reizüberflutung.
Hier könnte ich stundenlang bleiben. Preise vergleichen, Herkunftsorte
der Produkte studieren und mich treiben lassen. Aber da die Aufenthaltsdauer
bekanntermaßen arg beschränkt ist, reduziere ich meine Inspektion
der Verhältnisse in einem englischen Supermarkt auf das Wesentliche. Erstehe
letzten Endes einen halben Liter Milch von der Kanalinsel Jersey, eine Flasche
Mineralwasser
und einen 6er Träger 0,44L Dosen
Carling (Test)
zum Schnapp-Zu-Preis. Carling ist zwar nicht unbedingt mein Ding, schmeckt aber
für meinen kontinentalen Gusto trotz der wässerigen 4,1% Vol. recht
süffig und erfüllt neben der Grundbedingung, landestypisch zu sein,
wenigstens rudimentäre Geschmacks- und Qualitätskriterien.
Nette Anekdote am Rande:
ich will gerade den Einkaufswagen zurückbringen und mir das GBP aus dem
Schlitz ziehen, da bittet mich eine Dame darum, ihr den Wagen im Tausch zu überlassen.
Im Tausch gegen ihr Pfundstück, versteht sich. Die Lady stellt wenig später
verstimmt und verärgert fest, dass ich die Verpackung der umgehend gesoffenen
Milch nicht fachgerecht sondern einfach im Wagen entsorgt habe. Den miesen Blick
werde ich nicht so schnell vergessen.
Die Pflichten sind nun erfüllt, jetzt brauche ich nur noch einen geeigneten
Chillplatz, um bis dato leere Seiten in meinem Tagebuch zu füllen und die
Carlings wegzuzischen. Und um zu realisieren, was für einen genialen Style
ich gerade erlebe. Ich spiele die Hauptrolle im Film meiner Wahl, dass muss
jetzt gebührend gewürdigt und entsprechend gefeiert werden!
Dank im Vorfeld getätigter Umfeldrecherche weiß ich, dass es östlich des Bahnhofs eine extrem sehenswerte Fußgängerbrücke über die Gleisanlagen und einen modderigen Fluss geben muss. Da will ich hin und nach einem angemessenen Plätzchen zum Seitenfüllen und Dosenleeren Ausschau halten. Vorbei an einem Call-Center und entlang matschiger Fusswege erreiche ich schlielich die bereits von Google Earth her bekannte, architektonisch einzigartige Pedestrian-Bridge. Sie sieht in der Realität noch um einiges besser aus, als ich es mir erträumt habe.
Harlow
Die Brücke ist nicht nur aus der Vogelperspektive mehr als interessant, sie ist faszinierend. Ein Genuß. Ein Augenschmaus. Sie fesselt mich. Eine selten beeindruckende Industrieleiche aus Stahl und Beton. Da ich nicht als "Swamp Thing" durchgehen will, muss ich einige Umwege in Kauf nehmen um schließlich eine für aller Ehren wert zu befindende hölzerne Asselbank okkupieren zu können.
Das nenne ich mal "stylo!" - was für eine genial konstruierte Fussgängerbrücke! Eines der beeindruckendsten Baudenkmäler, die ich jemals zu Gesicht bekommen habe!
Ich habe außer
den Gleisen, einer der am meisten befahrenen Bahnstrecken Englands, einen grünlichen
vermodernden Ekelfluss überquert und muss nun eine adäquate Asselbank
ausfindig machen.
Der PSF ist perfekt weil gleich Null. Die Bank abgeschottet und bequem. Bingo.
Ich lasse mich nieder und habe noch knapp zwei Stunden Zeit, bevor ich mich
am Bahnhof einzufinden habe. Die Zeit ist halt, wiegesagt, viel zu knapp bemessen.
Travel-Baggage
Shice, die Minuten schwinden wie Sekunden und die Dämmerung lässt sich nicht lange bitten. Ich habe Glück, denn bis kurz vor 18 Uhr kann ich problemos Seiten des Blauen Buches füllen und mich während dessen an dem schönsten Gesang der Welt erfreuen, mich inspirieren lassen. Es geht doch nichts über das liebliche Gezwitscher der Vögelchen.
Blick von der Asselbank Richtung Fußgängerbrücke, Harlow
Und die lieben Vögelein lassen sich auch kaum von den ständig vorüberscheppernden Zügen iritieren. Gut so. Die etlichen Züge, die mich während meines fast zweistündigen Hinternplattsitzens auf der für Harlower Relationen optimalen Asselbank immer wieder aus dem Schreibfluss gerissen haben, gehören schlicht und ergreifend dazu, keine Frage. Das gehört zum lokalen, zum authetischen Style.
Einer der unzähligen Züge rast an der perfekten Asselbank zu Harlow, Essex, vorbei
|
Asselplatz |
Thumbs Up! |
Der Abschied fällt schwer!
Kurz vor sechs ist es dann soweit, meine Zeit ist um. Der Einbruch der Dunkelheit ist optimal getimed, ich konnte bis zuletzt ohne künstliche Lichtquelle lesen und schreiben. Plötzlich jedoch ist es dann zappenduster. Einige Minuten verbringe ich noch auf der selten geilen Fußgängerbrücke und vollziehe das brückentypische Ritual.
Zurück auf dem Flughafen ist mächtig Betrieb, sicherheitshalber checke ich sofort ein, es dauert eine geschlagene Stunde, ehe ich vor meinem Gate sitze.
Pünktlich heben wir ab, pünktlich landen wir in Bremen. Ich bekomme tatsächlich die Straßenbahn um 22:44 Uhr und den 23:11 Uhr RE nach Hannover. Heute klappt alles wie am Schnürchen, ausgezeichnet. Einziges Ärgernis: der RE ist voller Werder-Fans, Bremen hat heute gegen den AC Mailand 1:1 unentschieden gespielt. Bis Achim muss ich stehen, habe dann einen Vierer ganz für mich alleine.
Um ein Uhr reise ich glücklich und zufrieden im heimischen Bett ins Dreamland.
Fazit:
Der Tagestrip war in allen Belangen ein voller Erfolg! Ich werde sowas so bald wie möglich wiederholen!